Sportschützen Bundesliga (Presseberichte)

Sprung in das Finale der Besten Acht
Rheinzeitung 9.Januar 2012 (PDF-Datei) ---->>>
Presseberichte auf http://www.bundesliga-hilgert.de/  (Externe Seite)
 

Westerwälder Zeitung 17.12. 2008 


Westerwälder Zeitung 27.10. 2008 

TuS Hilgert feiert tolles Schützenfest
1. Bundesliga Nord Luftgewehr: Gastgeber schießen sich ganz nach vorne

Die Luftgewehrschützen des TuS Hilgert gewannen am Wochenende zum Saisonauftakt beide Bundesligabegegnungen in Höhr-Grenzhausen.

HÖHR-GRENZHAUSEN. War das wieder knapp: Die Bundesliga-Sportschützen trugen in der Kreissporthalle in Höhr-Grenzhausen ihre ersten Begegnungen aus. Am Samstag besiegten die Schützen im ersten Aufeinandertreffen den SV Wolthausen denkbar knapp mit 3:2.
Der neu verpflichtete Star Niccolo Campriani und Sabrina Seni konnten ihren Verein nicht unterstützen, da sie in Italien an einer Landesmeisterschaft teilnahmen. Carsten Hees, Trainer der Hilgerter, kommentierte den ersten Sieg so: „Wir kamen mit einem blauen Auge davon. Henri Junghänel schoss das erste Mal in der Bundesliga, und Tatjana Poseiner hat ein Jahr Pause hinter sich. So wurde es enger als gedacht." Junghänel und Thomas Hoche verloren ihre Partien. Erich Schmul siegte knapp mit einem Punkt Vorsprung, und Manuela Felix gewann mit sechs Ringen deutlich. Tatjana Poseiner bezwang ihren Konkurrenten aus Wolthausen ebenfalls klar mit 388:384 Punkten.
Der Sonntag sollte dann allen Beteiligten in Erinnerung bleiben. Jetzt ging es gegen die Schützen des ABC Münster - bisher endeten alle Begegnungen unerfreulich. Wie Hanni Klein, Geschäftsführerin des TuS, berichtete, wurde gegen Münster immer nur knapp verloren.
Dieser Sonntag sollte die Negativserie beenden.
Henri Junghänel (20), in den vergangenen Jahren bester Junior Deutschlands, Vize-Europameister und größte Hoffnung der Nationalmannschaft, zeigte noch Nerven: Er unterlag. „Sie gingen einfach nicht rein", kommentierte er. „Aber das wird noch", versprach der Neuzugang. Die 22-jährige Tatjana Poseiner hatte sich durch tolle Ergebnisse in der Vorsaison empfohlen. Die seit drei Jahren für Hilgert antretende Chemielaborantin aus der Nähe von Darmstadt zeigte eine taktische Meisterleistung. Sie schoss sehr schnell und punktete gut. Ihre Gegnerin wurde nervös und unterlag mit drei Punkten Differenz - die Geräuschkulisse war zu diesem Zeitpunkt wie beim Eishockey. Nach der Veranstaltung erklärte die entspannt wirkende und glückliche Siegerin: „Ich fühle mich sehr wohl hier in Hilgert, nachdem ich eine längere Pause brauchte. Ich war ein wenig ausgepowert. Noch geht es ein wenig holprig."

Dem Krimi die Krone setzte zum Schluss der „alte Hase" Erich Schmul auf: Er ließ seine Gegnerin davoneilen, agierte taktisch entgegengesetzt seiner siegreichen Mannschaftskameradin und blieb cool. „Ich stand unter Druck und durfte mir bei den letzten Schüssen keine Fehler erlauben. " Er siegte mit 394 zu 393 Punkten. Thomas Hoche war ebenso in toller Form und rang seinen Gegner mit demselben Ergebnis nieder. Bei al-ledem bebte die Halle, und die Stimmung war gewaltig. So bleibt festzustellen, dass alle Titelfavoriten am Wochenende strauchelten - bis auf ein kleines Dorf im Westerwald, das in seinem Sport ganz nach oben gelangen könnte.
Thomas Oesterreich


Westerwälder Zeitung 01.03. 2007 
TuS Hilgert gewinnt den Pokal
.
Schießsport: Edgar Breiden bleibt Kreisvorsitzender - Mike Becker ist Sportleiter - Strukturreform des Schützenbundes steht an

Harmonisch und ohne Querschüsse verlief die Jahreshauptversammlung der Schützenvereine aus dem unteren Teil des Westewaldkreises.

DERNBACH. Die Delegierten der Schützengesellschaften und Schützenvereine des Schützenkreises 11/3 Unterwesterwald trafen sich im Schützenhaus der Schützengesellschaft Dernbach zur Jahreshauptversammlung.
Der alte und neue Kreisvorsitzende Edgar Breiden aus Höhr-Grenzhausen begrüßte die anwesenden Schützinnen und Schützen, unter den Ehrengästen die Kreisblattlkönigin Mechthild Nicolai (Hundsangen), den stellvertretenden Bezirksvorsitzenden Wolfgang Hartwig und das Ehrenvorstandsmitglied Jakob Esser (Montabaur).
In seinem Jahresbericht sprach der Kreisvorsitzende Edgar Breiden wichtige Themen des vergangenen Jahres an. Lobende Worte fand er über den Ablauf der Ligawettkämpfe und dankte dem Ligaleiter Horst Wengler (Montabaur) für die hervorragende Arbeit, die er geleistet hat. Auch über den guten Ablauf beim Kreispokalschießen und bei den Kreismeisterschaften fand er lobende Worte.
Die Fachwarte Kreissportpistolenleiter Rainer Müller (Selters), Kreisfrauenleiterin Ursula Dillenburg (Eitelborn), Kreisjugendleiter Michael Kilb (Höhr), Ligaleiter Horst Wengler (Montabaur) und Bogenfachwart Manfred Dupp (Wirges) gaben einen Überblick über die schießsportlichen Aktivitäten im vergangenen Jahr.

Nach dem Kassenbericht des Kreisgeschäftsführers Hermann Dillenburg bescheinigten die Kassenprüfer Horst Schlagkamp und Friedrich Nicolai (beide Hundsangen) ihm eine sauber und ordentlich geführte Kasse, worauf dem Kreisvorstand einstimmig Entlastung erteilt wurde.
Anschließend wurden die Kreispokalsieger 2006 geehrt. Luftgewehr Jugend: Ann-Christin Roth (Höhr), Luftgewehr Schützen: Uwe Schmidt (Hilgert), Luftgewehr aufgelegt: Wolfgang Hartwig (Höhr), KK-Dreistellung: Madien Hartwig (Hilgert), KK aufgelegt: Wolfgang Hartwig (Höhr), Luftpistole: Martin Riebel (Montabaur), Sportpistole: Peter Frank (Selters), GK Kurzwaffen: Peter Frank (Selters) .
Den vom Kreisvorsitzenden gestifteten Pokal erhält der jenige Verein, der beim jährlichen Kreispokalschießen die meisten Punkte erringt, wobei die Anzahl der teilnehmenden Mannschaften wie auch deren Platzierung zugrunde gelegt wird. Hanni Klein durfte als Geschäftsführerin des TuS Hilgert diesen Pokal von Edgar Breiden entgegennehmen.

Bei den Neuwahlen wurde Mike Becker (Hilgert) zum Kreissportleiter und Sebastian Kilb (Höhr) zum stellvertretenden Kreissportleiter gewählt. Roger Corzelius (Höhr) wurde in seiner Funktion als stellvertretender Kreisvorsitzender wiedergewählt. Ebenso wurden durch Wiederwahl der Kreispistolensportleiter Rainer Müller und sein Stellvertreter Dirk Ziebert (beide Selters), der Kreisbogenwart Manfred Dupp (Wirges) und der Ligaleiter Horst Wengler (Montabaur) in ihren Ämtern bestätigt. Als Kassenprüfer werden Gerhard Kunzendorf (Höhr), Udo Gewehr (Selters) und Peter Heinz (Selters) als Ersatzmann gewählt.
Edgar Breiden referierte über die geplante Strukturreform des Rheinischen Schützenbundes, die im April auf dem Rheinischen Schützentag in Andernach beschlossen werden soll.
Unter dem Tagesordnungspunkt „Termine" erklärte sich die Schützengesellschaft Selters bereit, das diesjährige Kreisschützenfest am 19. August auszurichten. Die Eitelborner Schützengesellschaft wird am 29. September das Kreisblattl-Königsschießen ausrichten.

Der langjährige Kreisvorsitzende Edgar Breiden aus Höhr-Grenzhausen überreicht den von ihm gestifteten Pokal für den besten Verein des Kreispokalschießens an Geschäftsführerin Hanni Klein vom TuS Hilgert. 



Westerwälder Zeitung 20.01. 2007 

TuS Hilgert besiegt Deutschen Meister
Westerwälder Luftgewehr-Schützen müssen in die Bundesliga-Relegation

Den Luftgewehr-Schützen des TuS Hilgert muss vor der anstehenden Bundesliga-Relegationsrunde nicht bange sein. Das bewiesen dieWesterwälder mit einem Siegüberden amtierenden Deutschen Meisterst. Hubertus Eisen.

HILGERT. Trotz eines Sieges über den Deutschen Mannschaftsmeister St. Hubertus Eisen müssen die Luftgewehr-Schützen des TuS Hilgert in die Bundesliga-Relegationsrunde. Dort hat der Aufsteiger des Vorjahres die Chance, sich erneut für die höchste Klasse zu qualifizieren.
Die Fahrt zu den letzten Rundenwettkämpfen der Saison nach Düsseldorf sollte nach den beiden starken Heimwettkämpfen für das Team des TuS Hilgert eine ganz besondere werden. Bei einem Sieg über den Deutschen Mannschaftsmeister St. Hubertus Eisen (Paderborn) und einer gleichzeitigen Niederlage der SG Hamm gegen den Vizemeister BSV Buer-Buelse (Gelsenkirchen) hätte der Gang in die Relegation vermieden werden können. Die Niederlage der Schützen aus Hamm hätte jedoch mit einem Einzelpunkt höher ausfallen müssen als der Hilgerter Sieg.
Die Schützengesellschaft aus Hamm trat bereits vor der
Begegnung der Hilgerter gegen Buelse an und verlor knapp mit 2:3. Somit waren die Weichen gestellt, obwohl sich die TuS-Schützen einen höheren Sieg der Buelsener gewünscht hätten, traten diese doch mit all ihren Stars an, welche jedoch mit ihren Leistungen weit hinter den Erwartungen blieben.
Um das Ziel direkter Klassenverbleib zu unterstreichen, charterten die Hilgerter nach Anfrage einer ganzen Reihe von Fans, die das Team schon bei dem Heimkampf unterstützt hatten, einen Bus.
Die Atmosphäre sollte zum wiederholten Male in der noch jungen Hilgerter Bundesliga-karriere eine außergewöhnliche werden. Auch das Team der Eisener, war mit starker Unterstützung angereist und anzahlmäßig wahrscheinlich doppelt so stark vertreten wie die Hilgerter.
Auf Position eins schoss für den TuS „Sir Erich" Schmul, der seinem Namen wieder alle Ehre machte und mit 397 Ringen dem starken Dick Boschmann die Schau stahl. Dieser geriet schon zu Beginn unter Druck, konnte nach anfänglichen 199 Ringen von Schmul keine Akzente mehr setzen und kam auf 393 Ringe. Der erste Punkt war gesichert, zumal Erich Schmul wieder den schnellsten Wettkampf schoss
und als erster den Stand verlassen konnte.
Sabrina Sena startete an Position zwei. Mannschaftsintern war sie an Uwe Schmidt nach zwei starken Heimkämpfen vorbeigezogen und trat somit gegen den Eisener Damian Kontny an. Sabrina Sena schoss in der dritten Serie optimale 100 Ringe und ließ noch einmal hoffen, dass Kontny Federn lassen würde, doch auch dieser legte 100 Ringe nach, schoss auch eine vierte sichere Serie und gewann mit 394 zu 391 gegen die Italienerin.
Der Setzliste nach stand auch auf Position drei eine sehr spannende Partie an. Uwe Schmidt und Dirk Leiwen waren nach sechs Wettkämpfen der Saison im Durchschnitt gleich stark. Uwe schoss einen wie für ihn gewöhnlich schnellen Wettkampf und legte 390 Ringe vor. Obwohl er mit immer noch anhaltenden Rückenschmerzen antrat, erreichte er zum siebten Mal in der Saison einen Wettkampf, der nicht unter die 390 iger-Grenze lag. Der ehemalige Juniorenweltmeister Dirk Leiwen kam „ nur" auf 388 Ringe, damit führte Hilgert mit2:l.
Tatjana Poseiner auf Position fünf und Sebastian Schubach auf vier traten wieder wie gewohnt in einem langsame
ren Schießrhythmus an. 

Erich Schmul vom TuS Hilgert (Foto) zeigte in Düsseldorf eine überzeugende Leistung und bezwang mit 397 Ringen seinen starken Kontrahenten Dick Boschmann, der auf 393 Ringe kam, recht deutlich.
Tatjana startete mit einer 94er Serie und erkämpfte in der zweiten Serie 97 Ringe, lag aber schon deutlich hinter Catrin Reeh zurück. Ebenso Sebastian Schubach, der nach anfänglich 97 und 99 Ringen gegenüber 99 und 98 Ringen von Eva Schmitz zur Halbzeit hinten lag. Catrin Reeh legte deutlich zu, und am Ende der dritten Serie stand der zweite Punkt für Eisen fest.
Sebastian Schubach konnte in der dritten Serie, die er we-
sentlich schneller schoss, den einen Ring Rückstand aufholen - Gleichstand nach dem 30. Schuss, Spannungpur. Eva Schmitz konnte in der vierten Serie ihre starke Leistung vom Beginn nicht halten. Bevor Sebastian Schubach mit 99 Ringen ausschoss, hatte sie ihren Wettkampf kurz zuvor mit einer 92-er-Serie beendet. Mit 392:385 Ringen war der dritte Einzelpunkt zum zweiten Sieg der Saison für den Aufsteiger TuS Hilgert gesichert. Ausgerechnet gegen den
amtierenden Deutschen Meister gelang eine solche Leistung der Westerwälder Mannschaft. Unbeschreiblich wurde dieser Sieg erst wieder einmal durch die mitgereisten Fans. Der Jubel hielt mehrere Minuten an, die Schützen und Fans umarmten und beglückwünschten sich. Der TuS hatte den Deutschen Meister der Saison 2005/2006 geschlagen und das als Aufsteiger, ein unbeschreibliches Gefühl für alle Beteiligten.
Trotz dieser starken Leistung langte dieser Sieg nicht zum direkten Klassenerhalt. Der TuS steht mit Hamm mit den gleichen Einzel- und Mannschaftspunkten auf dem vorletzten Tabellenplatz, verlor jedoch den direkten Vergleich. Die Ergebnisse der letzten beiden Wettkämpfe lassen jedoch auf einen erfolgreichen Saisonabschluss hoffen. Wenn das Team wieder so konzentriert in der Relegation auftritt, sind die Chancen auf eine weitere Saison in der 1. Bundesliga gut.


Westerwälder Zeitung 04.12. 2006 
„Wilddiebe" Schmul und Schmidt 
leiten den Hilgerter Sieg ein


Schießsport: Aufsteiger TuS Hilgert erringt mit 5:0 den ersten Erfolg in der Bundesliga gegen Dietzenbach und wahrt Chance auf den Klassenverbleib

HÖHR-GRENZHAUSEN. Die Schützen des TuS Hilgert dürfen weiter auf den Verbleib in der Bundesliga hoffen. Der Aufsteiger konnte von den beiden Heimwettkämpfen zumindest den entscheidenden am Sonntag gegen den Tabellenletzten aus Dietzenbach gewinnen.
TuS-Trainer Mike Becker war die Freude und Erleichterung nach diesem wichtigen Erfolg deutlich anzusehen. Freude darüber, dass sein Schützenquintett überdurchschnittlich gut getroffen hatte. Erleichterung, dass mit dem 5:0 über Dietzenbach endlich der erste Bundesligasieg gelungen war.
Dabei mussten die Hilgerter ihre beiden „Heimspiele" in ungewohnter Umgebung austragen. „Es ist Auflage, dass man in der Bundesliga eine Halle für 200 Zuschauer stellen muss", erläuterte Becker. Und so musste der TuS aus der geliebten, aber zu kleinen, Pfeifenbäckerhalle ins Schulzentrum nach Höhr-Grenzhausen umziehen. Das tat der Begeisterung und der Leistungsfähigkeit keinen Abbruch.
Mit nahezu perfekten 396 von 400 möglichen Ringen schoss Erich Schmul den TuS Hilgert zum ersten Sieg in der Bundesliga über Dietzenbach. • Foto: Görg
 „Die Unterstützung der Zuschauer macht schon eine Menge aus", sagt Hilgerts Nummer Zwei Uwe Schmidt. Immerhin 80 Schlachtenbummler feuerten die Hilgerter an und sahen schon am Samstagabend die Saisonbestleistung des TuS - 1962 Ringe. Schade, richtig schade, dass auch die Gäste aus Wetzdorf/Rockau ihr bestes Ergebnis landeten und am Ende hauchdünn mit 3:2 die Oberhand behielten. „Wir verlieren ja immer so knapp." Trainer Mike Becker war enttäuscht, aber nicht mutlos. Dennoch: Der Druck auf sein Team war vor dem Treffen mit Dietzenbach gewachsen. Beide waren ohne Sieg, der Verliererwürde absteigen.
„Wie die Mannschaft mit dem gestiegenen Druck umgegangen ist, das hat mich sehr gewundert", staunte Mike Becker, „das haben sie viel besser verarbeitet als erwartet." Der TuS Hilgert stellte die Weichen früh auf Sieg und besonders die beiden Spitzenschützen marschierten im Wortsinn vorne weg.
Bei einem solchen Wettkampf stehen alle zehn Akteure gleichzeitig an ihrer jeweiligen Scheibe und versuchen mehr Ringe zu erzielen als der direkte Kontrahent nebenan. Fünfzig Minuten Zeit stehen zur Verfügung, um vierzig Schüsse abzufeuern. Erich Schmul und Uwe Schmidt hatten es aber besonders eilig. Mike Becker erklärt: „ Schnell Schießen ist oft ein Vorteil. Dann muss der Gegner immer nachziehen."
Dabei soll aber die Konzentration nicht leiden. Erich Schmul und Uwe Schmidt waren voll konzentriert. „Meine Gegnerin hatte einen kleinen Einbruch, und ich hatte einen guten Rhythmus. Da habe ich in ihrer Pause etwas schneller geschossen", erläutert Uwe Schmidt seine taktische Marschroute. Schmul und Schmidt schössen beide wie die „Wilddiebe" und trafen. Ihre Kontrahenten kamen nicht hinterher, und lange bevor die Uhr abgelaufen war hatte der TuS Hilgert die beiden ersten Punkte in der Tasche. „Ich muss ja noch zum Fußball", scherzte Schmidt, obwohl er eigentlich gerne mehr als die 392 Ringe beigesteuert hätte. Bester Hilgerter war die Nummer Eins, Erich Schmul, mit fast perfekten 396 Ringen.
Nachdem die beiden vorgelegt hatten, hatten die übrigen Hilgerter die nötige Sicherheit, um einen letztlich überdeutlichen 5:0-Erfolg herauszuschießen. Sabrina Sena, Sebastian Schubach und Tatjana Poseiner unterstrichen, dass die Hilgerter Neulinge durchaus Bundesligaformat vorzuweisen haben.
Zunächst einmal hat der TuS den direkten Abstieg aus der Bundesliga verhindert, aber die Kuh ist noch nicht vom Eis. Als Vorletzter musste man in die Relegation, aber die kennt man in Hilgert aus dem Vorjahr. „Mit solch einer Leistung wie heute überstehen wir die Relegation locker", ist sich Mike Becker sicher, „ da reichen statt unserer 1964 Ringe gegen Dietzenbach auch 1950." Und das sind im Schießsport schon Welten. Stefan Freisberg

siehe auch: http://www.bundesliga-hilgert.de/html/aktuelles.html

Westerwälder Zeitung 11.11. 2006 
Keine Punkte für Hilgert

Bundesliga der Schützen: 
TuS verliert auch gegen Düsseldorf und Münster - Spannende Duelle

Das Pech bleibt den Bundesliga-Schützen des TuS Hilgert treu. Auch am zweiten Doppelspieltag konnten die Westerwälder nicht gewinnen.

HILGERT. Zwei spannende Bundesliga-Wettkämpfe liegen hinter den Schützen des TuS Hilgert. Doch trotz großer kämpferischer Leistung konnte erneut kein Punktgewinn verbucht werden. Zunächst verloren die Westerwälder gegen den Mitaufsteiger aus Düsseldorf knapp mit 2:3. Danach gab es eine l:4-Niederlage gegen Münster.
Mit insgesamt 1953 Ringen und einem Durchschnitt von 390,6 Ringen war der Vergleich mit Düsseldorf der bislang stärkste Auftritt des Teams in der Bundesliga. Ganz starke Leistungen boten in diesem Wettkampf Erich Schmul mit 396 Ringen und Tatjana Poseiner mit 394 Ringen, die ihre Einzelpunkte für den TuS einfahren konnten. Uwe Schmidt erzielte 390 Ringe, musste aber genau wie Garsten Hees (384 Ringe) seinen Einzelpunkt abgeben.
Sebastian Schubach startete an Position drei für die verhinderte Sabrina Sena. Schubach gelangen gute 389 Ringe, doch diese Ringzahl reichte nicht aus, um die Niederlage abwenden zu können.
Nur einen Tag später stand für den TuS der vierte Bundesligaauftritt gegen den ABC Münster auf dem Spielplan. Eine schwere Aufgabe, schließlich war Münster zu diesem Zeitpunkt Tabellenführer der Bundesliga Nord.
Dieser Wettkampf war trotz der ungleichen Ausgangspositionen an Spannung kaum zu überbieten. Nach Ende des regulären Wettkampfes stand es 2:1 für Münster. Uwe Schmidt verbesserte sich auf 392 Ringe, musste aber wie Sebastian Schubach, der wieder 389 Ringe erzielte, ebenfalls seinen Punkt abgeben.
Nachdem Andrea Heyland, sie trat für Garsten Hees an, den ersten Einzelpunkt mit 387 Ringen für Hilgert gesichert hatte, wurde es richtig spannend. Erich Schmul und Tajana Poseiner erkämpften jeweils ein Stechen auf Position zwei und vier.
Das erste Stechen bestritt die Paarung Nummer vier, Tatjana Poseiner (Hilgert) gegen Nadine Zimmermann (Münster). Erst im dritten Stechschuss und nach einem harten Kampf konnte die Schützin von Münster das Match für sich entscheiden. Somit stand es 3:1 für das favorisierte Team aus Münster. Erich Schmul ging mit 394 Ringen gegen die Nummer eins aus Münster ins Stechen, verlor jedoch direkt im ersten Stechschuss den Einzelpunkt. Somit unterlag Hilgert dem Spitzenreiter mit 1:4.
Doch mit dieser starken Leistung und den knappen Niederlagen zeigte der TuS, dass er berechtigt in der Bundesliga mitschießt. Um auch in der kommenden Saison in der Bundesliga starten zu dürfen, müssen beim Heimkampf am 2. und 3. Dezember in Höhr-Grenzhausen jedoch vier Punkte auf der Habenseite verbucht werden.


WWZ.26.10.2006
Hilgert kassiert zwei Niederlagen
.
1. Bundesliga Nord Luftgewehr: TuS-Schützen verlieren gegen Hamm/Westfalen knapp mit 2:3 - Auch Vizemeister ist zu stark

In der 1. Bundesliga Nord weht ein rauher Wind. Den haben die Schützen des Aufsteigers aus Hilgert am ersten Doppelspieltag zu spüren bekommen.

HILGERT. Vor den Bundesliga-Schützen des TuS Hilgert liegt eine schwere Premieren-Saison in Deutschlands höchster Schießsportliga. Dies zeigte sich bereits am ersten Doppelspieltag der neuen Saison, an dem der Aufsteiger nach Paderborn reiste. Dort verloren die Westerwälder gegen die SG Hamm und den amtierenden Vizemeister Buer Bülse (Gelsenkirchen).
Das erste Duell in der neuen Spielklasse lieferte sich der TuS mit der SG Hamm. Für diesen Wettkampf wurden aus Hilgerter Sicht folgende Schützen an den Start geschickt: Sabrina Sena, Neuverpflichtung aus Italien (Position 1); Erich Schmul (2), Garsten Hees (3), Uwe Schmidt (4) und Tatjana Poseiner(5).

Sabrina Sena konnte lange Zeit mit der Nummer eins von Hamm, Laurence Brize aus Frankreich, mithalten. Allerdings verlor Sena zum Ende des Wettkampfes etwas den Faden und verlor klar mit 390 zu 395 Ringen. An Position zwei begann Erich Schmul genau wie seine Gegnerin aus Hamm mit zwei 99er Serien. Danach schoss Schmul in zwei Durchgängen jeweils 96 Ringe, seine Kontrahentin traf 98 und 97 Ringe und brachte Hamm mit 2:0 in Führung.
Für Uwe Schmidt begann der Wettkampf dann äußerst ungünstig. Im ersten Durchgang traf er nur 94 Ringe, dazu behinderte ein Defekt an der Waffe die Aufholjagd des TuS-Schützen. Doch er
kämpfte sich nach einer kurzen Reparatur-Pause in der Kabine zurück und krönte im Anschluss seine Aufholjagd mit einem knappen Sieg (391 zu 390 Ringe). Bereits zuvor hatte an Position fünf Tatjana Poseiner ihre Gegner zu jeder Zeit im Griff und holte mit 3 Ringen Vorsprung und einem
Gesamtergebnis von 389 Ringen den ersten Mannschaftspunkt für Hilgert.

Beim Zwischenstand von 2:2 blickten nun alle auf das Duell von Garsten Hees gegen die Nummer drei der SG Hamm. Es wurde ein sehr spannender Wettkampf, der auch mit dem denkbar knappsten Ergebnis von l Ring Unterschied enden sollte. Ausschlaggebend für die Niederlage von Hess war der dritte Durchgang, im dem der TuS-Schütze mit nur 95 Ringen schwächere. So verlor Hilgert den ersten Bundesligakampf denkbar knapp und unglücklich mit 2:3.
Deutlicher war die Hilgerter Niederlage im zweiten Bundesligaspiel gegen den mehrfachen Deutschen Meisters und amtierenden Vizemeisters Buer Bülse. Lediglich Tatjana Poseiner war es vergönnt, den „Ehrenpunkt" für Hilgert zu sichern. Dabei schlug Poseiner mit Maik Eckhardt, immerhin dreifacher Teilnehmer an Olympischen Spielen, wahrlich keinen Unbekannten.

Fazit: Mit etwas mehr Glück hätte Hilgert den ersten Wettkampf gegen Hamm für sich entscheiden können. Allerdings müssen sich die Westerwälder zunächst einmal an die besondere Atmosphäre in der Bundesliga gewöhnen. Denn schon am kommenden Spieltag kommt es zu einem richtungsweisenden Duell. Am 4. und 5. November trifft Hilgert in Hamm/Westfalen auf Post Telekom Düsseldorf und ABC Münster.

Italienische Schützin für das Bundesligateam
Mit der Italienerin Sabrina Sena wechselt eines der hoffungsvollsten Talente der italienischen Nationalmannschaft in das Team des TuS Hilgert. Die 21-jährige Sena war vor zwei Jahren Junioren- Europameisterin und gehört zur Zeit zu den beständigsten Schützinnen aus Italien. Während der diesjährigen Saison konnte sie bei mehreren Weltcups mit guten Ergebnissen überzeugen, nicht zuletzt bei den Weltmeisterschaften in Zagreb mit 395 Ringen, sowie mit dem 5. Platz und ebenfalls 395 Ringen bei den diesjährigen Europameisterschaften. Die Studentin der Lebensmitteltechnik freut sich nach eigener Aussage sehr auf die Bundesliga und sieht die Wettkämpfe hier als große Herausforderung. Mit diesem Zugang bleibt sich der Verein weiterhin treu, junge Talente in die Mannschaft einzubinden. Mit der jetzigen Aufstellung sehen sich die Verantwortlichen des TuS gut gewappnet, im ersten Bundesligajahr den Klassenverbleib zu erreichen.


Westerwälder Zeitung 26.8. 2006 
Hilgerter Erfolge bei Titelkämpfen

Gute Ergebnisse der Westerwälder Schützen

HILGERT. Drei Bundesligaschützen des TuS Hilgert haben erfolgreich an den deutschen Meisterschaften in München teilgenommen. Dabei kehrte Garsten Hees mit einem Titel wieder, Erich Schmul sicherte sich die Vizemeisterschaft.
Gleich in der ersten Entscheidung in den Langwaffendisziplinen setzten zwei Akteure aus dem Team der Westerwälder Akzente. Garsten Hees aus dem Hilgerter Team, der bei den Meisterschaften mit einer Mannschaft aus Hessen auf der Olympia-Schießanlage in München an den Start ging, gewann überraschend die „Königsdisziplin", bei der jeweils 40 Schuss im liegenden, stehenden und knienden Anschlag abgegeben werden.
Eine noch größere Überraschung gelang jedoch Jochen Weyand, der aufgrund von Muskelproblemen einen enormen Trainingsrückstand mit zu den Meisterschaften brachte. Doch Weyand belegte im Vorkampf mit 1155 Ringen einen starken siebten Platz und sicherte sich damit die Teilnahme am Finale der besten Acht. Zwar belegte er hier den letzten Platz, dennoch setzte der Hilgerter Schütze mit dieser Leistung ein Ausrufezeichen.
Die Nummer eins des TuS, Erich Schmul, ging als dritter Hilgerter Akteur mit dem Luftgewehr an den Schießstand. Nach 594 Ringen im Vorkampf ging Schmul als Dritter in das Finale. Der Rückstand auf den Führenden betrug zu diesem Zeitpunkt zwei Ringe. Mit 103,9 Ringen absolvierte der Hilgerter Schütze dann aber das beste Resultat aller Finalteilnehmer und rückte noch bis auf 0,6 Ringe an den Meistertitel heran. Am Ende sicherte sich Schmul den sehr guten zweiten Rang.
Mit dem Ende der Meisterschaften beginnt für die Schützen nun die Phase der Vorbereitung auf die anstehende Saison in der 1. Bundesliga Nord. Die Premiere im Oberhaus der Schützen steigt am 14. und 15. Oktober, wenn der TuS an seinem ersten Doppelspieltag gefordert ist. Am Samstag, 14. Oktober, 17 Uhr, feiert der Aufsteiger in Hilgert gegen die SG Hamm seinen Ligaeinstand. Einen Tag später treten die Westerwälder um 10 Uhr in Buer-Bülse an.


Westerwälder Zeitung Feb. 2006 
Schützen aus Hilgert stehen im Finale

Schießsport: Der TuS schlägt überraschend den Bundesligisten München und reist zur Endrunde

HILGERT. Die Schützen des TuS Hilgert traten in der zweiten Runde des DSB-Pokals gegen die Mannschaft des Bundesligisten „ FSG München III" antreten. Die Begegnung wurde aufgrund der großen Entfernung als Fernwettkampf ausgetragen.
Die Mannschaft schoss gemeinsam am heimischen Stand in Hilgert. Offenbar durch den kürzlichen Bundesligaaufstieg zusätzlich motiviert, erzielte das Team einen neuen Vereinsrekord von 3095 Ringen und bezwang so die Mannschaft aus München (3072 Ringe) klar. Besonders stachen in dieser Begegnung Uwe Schmidt mit 397 und Carsten Hees mit 399 Ringen hervor. Doch auch der Rest der Mannschaft erzielte gute Ergebnisse, einige Schützen konnten endlich wieder in Ihren Leistungsbereichen mit überzeugenden Ergebnissen aufwarten. Der TuS Hilgert konnte sich somit für das Finale des DSB-Pokals, an dem die 16 besten Luftgewehrteams Deutschlands teilnehmen, qualifizieren. Das Finale, zu dem die Westerwälder als Außenseiter anreisen werden, wird an dem Wochenende 22./23. April in
Frankfurt/Oder ausgetragen. Die Ergebnisse des TuS Hilgert im Einzelnen: 
Carsten Hees 399 Ringe, Uwe Schmidt 397, Madlen Hartwig 393, Mike Becker 393. 
Jochen Weyand 387, Katrin Schmidt 384, Erich Nöthen 382, Christian Kruck 360
Zum Foto: Uwe Schmidt behielt gegen München die Nerven und erzielte 397 Ringe. • 
Foto: Tom Neumann



Westerwälder Zeitung, vom 23.2.2006
Aufstieg krönt ganz starke Saison

Schießsport: TuS Hilgert überrascht die Konkurrenz und steigt in die Bundesliga auf - 
Die neue Saison beginnt Mitte Oktober

Eigentlich wollten die Schützen des TuS Hilgert nach dem Aufstieg in die Regionalliga in der abgelaufenen Saison dort nur die Klasse halten. Doch der TuS hatte so viel Klasse in der eigenen Mannschaft, das prompt der Durchmarsch in die Bundesliga gelang.

HILGERT. „Nein, geplant war das eigentlich nicht." Mike Becker, Mannschaftsführer der Schützen des TuS Hilgert, kann noch immer nicht so recht glauben, was seine Mannschaft da erreicht hat. Als Aufsteiger wollten sich die Westerwälder in dieser Saison eigentlich nur in der Regionalliga halten. Doch nach einer ganz starken Saison und einem erfolgreichen Aufstiegskampf in Hannover steht der TuS nun plötzlich in Deutschlands höchster Klasse, der 1. Bundesliga.
Seit 1972 nehmen die Westerwälder mit einer Mannschaft am Ligageschehen teil. Anfangs in der Rheinlandliga beheimatet, gelang dem Team 2001 der Aufstieg in die Regionalliga. Dort schoss man drei Jahre lang gut mit, stieg dann aber 2004 wieder ab.
Dem TuS gelang zwar der direkte Wiederaufstieg, doch mit einem Durchmarsch in die Bundesliga konnte vor der Saison sicherlich niemand rechnen.
„Mittelfristig war das schon unser Ziel", sagt Carsten Hees, die Nummer zwei in der Setzliste der Hilgerter. „Für den Aufstiegskampf in Hannover hatten wir uns aber nur Außenseiterchancen eingeräumt." Denn neben Hilgert kämpfte dort mit einer Mannschaft aus Düsseldorf zudem ein Team um den Aufstieg, dass zuvor die Regionalliga-Gruppe der Westerwälder gewonnen hatte. Dazu kämpften sechs weitere Teams - unter Ihnen auch der Siebtplatzierte der Bundesliga aus Bramgau - um das Startrecht in der Bundesliga.
Die Schützen des TuS behielten an zwei Tagen die Nerven, schössen am entscheidenden Wettkampftag sogar die höchste Trefferzahl und belegten so hinter Düsseldorf Platz zwei. Zudem kam Erich Schmul, Hilgerts Nummer eins, mit 792 Ringen auf die höchste Ringzahl aller Teilnehmer.
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Die Meistermannschaft des TuS Hilgert, die in Hannover den Aufstieg in die Bundesliga schaffte, von links: Carsten Hees (Mainz), Erich Schmul (Euskirchen), Madien Hartwig (Hillscheid), Mannschaftsführer Mike Becker (Hilgert) und Uwe Schmidt (Höhr-Grenzhausen). Es fehlt Andrea Heyland (München), - Foto: Tom Neumann.


Was erwartet die Westerwälder nun in der ersten Bundesligasaison der .Vereinsgeschichte, die Mitte Oktober beginnt? „Wir wollen die Klasse halten", sagt Becker. Das kommt einem irgendwie bekannt vor. Doch Becker bleibt hart: „Platz 6 wäre toll. Schließlich wissen wir nicht, was uns erwartet." Hees sieht das ein wenig anders, glaubt an eine bessere Platzierung. „Wir wollen auf Platz vier." Der würde zur Teilnahme an den Play-offs berechtigen. Unmöglich scheint auch das nicht zu sein...
Tom Neumann
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Turn - und Sportverein Hilgert e. V.
 letzte Bearbeitung 13.01.2012