Sportschießen (3. Seite)
Kreisschützenkönig
Ein zerschossener Holzadler
Unser Schützenkreis 11/3 besteht aus 12 Schützenvereinen mit sicher über 1000 Mitgliedern aus dem unteren Westerwald. Diese 12 Vereine schießen l x jährlich beim Kreisschützenfest einen Kreiskönig aus. Jedes Jahr findet diese Kreischützenfest bei einem anderen Schützenverein statt. Es kann sich jeder Schütze daran beteiligen, der ordnungsgemäß einem Schützenverein des Kreises 11/3 angehört, natürlich auch der amtierende Vereinsschützenkönig. Es wird mit einem KK-Gewehr auf einen Holzvogel geschossen. Erst der linke Flügel, wer ihn abschießt wird 2. Ritter, mit dem rechten Flügel, steht der l. Ritter fest und dann der Rumpf ... wer Ihn abschießt wird Kreisschützenkönig.

(zu den Bildern: Ein zerschossener Holzadler, die Gestaltung dieses Vogels ist jedem Verein überlassen.
unten: Die 15 kg schwere wertvolle Königskette des Kreisschützenkönigs, um die jedes Jahr neu gekämpft wird.

Königskette (Ausschnitt)

Für das Jahr 2000 wurde Hanni Klein vom TuS Hilgert  Kreisschützenkönig(In). Als Auszeichnung und Anerkennung die schwere Kreiskönigskette, sie wird sie dann für ein Jahr bei jeden Schützenfest tragen müssen. 

Als nächste Verpflichtung muss man zum Kreisblattlschießen antreten. Hier schießt der Kreiskönig,
sowie alle Vereinskönige des Kreises 11/3, um auf Luftgewehrscheiben möglichst eine einwandfreie 10 zu schießen. Diese Scheiben werden mit einer Teilermaschine ausgewertet und wer die beste 10, bzw. den besten Teiler der geschossenen Zehner hat, wird Kreisblattlkönig. Und dieser muss dann zum Bezirkskönigsschießen um den Kreis 11/3 zu vertreten, denn dort wird der Bezirkskönig ermittelt, auch mit den besten Teiler, der dann zum Landeskönigsschießen muss, das geht dann bis zum Deutschen Schützenkönig.  (HK)

Keine Steuer, kein Wachdienst
Die Schützentradition hat ihre Wurzeln im frühen Mittelalter. Im 12. und 13.Jahrhundert wurde noch ausschließlich mit der Armbrust geschossen. Erst im 15. Jahrhundert kam mit der Büchse die erste Feuerwaffe hinzu.
Die ersten Schützengesellschaften schlossen sich zur Verteidigung der Städte zusammen. Schon in dieser Zeit kam das sogenannte „Königsschießen" auf, das wie ein Volksfest gefeiert wurde. Der Schützenkönig trug ein Jahr lang eine Ehrenkette und kam in den Genuss einer Reihe von Privilegien. So war er zum Beispiel von der Steuerpflicht und vom Wachdienst befreit.
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts verloren die Schützengesellschaften immer mehr an Bedeutung bei der Verteidigung. Am Brauchtum, aus dem sich letztendlich das Sportschießen entwickelte, wurde aber festgehalten. (Holger Teusch)
Anm. Red.: Jetzt wissen wir einiges über die Schützen, aber was ist eine "Teilermaschine" ?! ... Das, und wie man ins "Schwarze" trifft, erfährt man nur, wenn man selbst bei den Hilgerter Schützen aktiv wird !
                                          Turn- und Sportverein Hilgert e.V.

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