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Am 28. September 1987 fand die Gründungsversammlung der Tennisabteilung statt, mit dem
Ziel, innerhalb der nächsten beiden Jahre zwei Tennisplätze zu errichten. Es
waren damals 19 Personen anwesend, die sich mit ihrer Unterschrift dazu bereit
erklärten, die anfallenden Arbeiten hinsichtlich des Aufbaus und Fortbestandes
der neu gegründeten Abteilung zu übernehmen. Als erster Schritt wurde ein
Vorstand gewählt, der damit beauftragt wurde, die Abteilung zu organisieren und
ein gesundes und tragfähiges Finanzierungsmodell zu erarbeiten.
Da die benötigten Geldmittel für dieses Bauvorhaben nicht in voller Höhe mit
öffentlichen Mitteln abgedeckt werden konnten, mußten durch
Abteilungsmitglieder ca. DM 20000,- selbst aufgebracht werden. Dies wurde durch
einen sogenannten „Baustein" von DM 540,- pro Person realisiert
40
Personen leisteten diese einmalige Zahlung, die über 9 Jahre durch einen um die
Hälfte reduzierten Jahresbeitrag wieder kompensiert wird. Der erste
Spielbetrieb der neugegründeten Abteilung fand in der Winter-saison 1987/88
statt. In der Tennishalle in Höhr-Grenzhausen wurden für Samstagabend 2
Stunden angemietet, die sich 14 Personen teilen mußten.
Die
Sommersaison 1988 wurde ebenfalls auf angemieteten Plätzen bei „Pro-Tennis"
in Ransbach- Baumbach gespielt.
Trotz der schwierigen Umstände und der ständigen Improvisation konnte die
Mitgliederzahl von Jahr zu Jahr gesteigert werden. Am 6. September 1990 war es dann soweit. Die neu errichtete 2-Platz-Tennisanlage
wurde offiziell für den Spielbetrieb freigegeben. Zahlreiche Gäste waren
gekommen, um mit dem Verein die Feierstunde zu begehen. Die Einsegnung der neuen
Sportanlage erfolgte durch Pfarrer Sacher.

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Bis es jedoch soweit war, mussten im weiteren
Verlauf des Jahres von den Abteilungsmitgliedern ca. 1000 Stunden Eigenleistung
erbracht werden. Es wurden ca. DM 100000,- investiert, wovon DM 40000,- von der
Abteilung übernommen wurden. Darüber hinaus werden auch alle
Unterhaltungskosten der Anlage von der Abteilung getragen.
Die ersten Mannschaftsmeldungen erfolgten 1991 mit den Jungsenioren und den
Jugendlichen. Ein Jahr später nahm dann zusätzlich eine Herrenmannschaft am
Medenspielbetrieb des Tennisverbandes teil. Das Jahr 1993 war das bisher
erfolgreichste Jahr in der noch jungen Abteilungsgeschichte.
Alle 3 Mannschaften
sind aufgestiegen !
Ein weiterer Meilenstein auf dem Wege zu einer funktionierenden
Tennisabteilung war der Bau des Clubhauses. Trotz immer wieder auftretender
Schwierigkeiten bei der Genehmigung des Bauantrages konnte das dringend
benötigte Haus am 1. Mai 1994 im Rahmen des Saisoneröffnungsturniers seiner
Bestimmung übergeben werden. Für die Realisierung dieses Projektes wurden
bisher DM 35 000,- sowie eine Vielzahl von Arbeitsstunden durch freiwillige
Helfer aufgebracht. An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal bei allen bedanken, die uns bei
der Realisierung unserer Baumaßnahmen unterstützt haben, insbesondere bei der
Ortsgemeinde Hilgert und dem geschäftsführenden Vorstand des TuS Hilgert.
(Auszug aus der Festschrift von 1993:
"100 Jahre Turn- und Sportverein Hilgert" )
zu den Bildern: Blick auf unsere Tennisplätze, Sonnenterrasse und
Clubhaus während eines Spieltages.
Hier die Rede von Rolf Günther:
Werte Tennisfreunde mit Euren besseren „ Hälften“, besser gesagt,
Lebenspartnerinnen und Ehefrauen, mein lieber Burkhard,
nachdem sich nun alle „ Gruppensieger „ hier eingefunden und Du auch schon
Deine unnachahmliche Begrüßungsansprache gehalten hast, gestattet ihr mir,
dass ich als 1. Vorsitzender des Gesamtvereins TUS-Hilgert auch eine kleine Rede
„schwinge“, um es mal locker zu sagen.
Zuerst möchte ich mich im Namen des geschäftsführenden Vorstandes recht
herzlich für die Einladung zu dieser Siegesfeier bedanken und unsere Managerin
Hanni Klein entschuldigen! Sie weilt mit ihrem Mann Rainer „ z.Z. in Santa
Fee, wie ihr ja sicherlich auf der Home-Page des TUS gelesen habt.
Ja, ... Gruppensieger in einer Sportart wird man nicht alle Tage. !!!
Wie sagte unser Freund Burkhard sinngemäß in seiner Einladung zu Recht:
„ Frei von jedem Hochmut, aber mit berechtigtem Stolz, haben wir diesen Sieg für
uns und unseren Verein erreicht!“
Mir ist als früherer langjähriger Sportler und Vereinsvorsitzender ist klar,
dass eine solche Leistung nur durch Teamgeist und Kameradschaft erreicht werden
konnte. „ Neun „ Freunde oder besser gesagt Tennisfreunde ward ihr, als ihr
den Sieg erlangen konntet.
Eine wirklich stolze Gesamtleistung über eine ganze Saison brachte Euch ans
Ziel.
Mir kam dabei zugute, dass ich als Kegelbruder von einigen Tennisfreunden hier
viele Gespräche mitbekommen habe, bevor überhaupt die Saison begann.
Dabei spielte die zentrale Frage eine Rolle, wie bekommen wir es zustande, dass
wir uns verstärken können?
Hierbei spielte unser Tennisfreund, der Sportwart Rainer Steuler eine gewichtige
Rolle, galt es doch den „ Boomer Altinternationalen Paul Rudi Blath von „
Rasbisch – Boomisch nach Heljert zu verpflichten. Eine nicht ganz einfache
Aufgabe, die aber mit der Verpflichtung unseres Tennisfreundes Paul Rudi endete.
Manche böse Zungen behaupten ja, dass Paul Rudi nur nach Heljert gekommen sei,
weil er hier früher als junger Bursche seine erste Liebe auf der Heljerter –Kermes
kennen lernte und fast nach Norddeutschland ausgewandert wäre.
Gott sei Dank ist er mir und uns allen erhalten geblieben! Jetzt soll er sogar
bei seinem Mitspieler, dem Heljerter-OB Wolfgang Gelhard, einen Antrag auf Einbürgerung
gestellt haben.Auf jeden Fall ist damit sichergestellt, dass wir nun auch aus
Boomisch altes/neues Blut in unseren Reihen haben.
Überhaupt wenn ich mir die gesamte Mannschaft so ansehe, sind viele
Alteninternationale dabei. Man könnte von einer Verbandsgemeindeauswahl
sprechen.
Fangen wir mal bei Burkhard an. Man munkelt, dass er seine
„ Ballschlagkünste “ bei den Reinickendorferfüchsen in Berlin erlernt
habe. Hier im Westen habe er alles noch verfeinert und sei ein unwiderstehlicher
Mannschaftsspieler geworden; der immer wieder Verantwortung übernehme. Man
nennt ihn auch die „ Stimme des Tennis!“
Unseren Tennissportwart Rainer Steuler habe ich ja schon kurz erwähnt. Sein
unnachahmliche „Sierschender Art“ die Bälle lang und kurz zu spielen sind
schon über die Grenzen hinweg bekannt. Die Sitzungen nach dem Spiel mit seinen
überlegten Analysen sind stark beachtet.
Ein weiterer wichtiger Mannschaftsspieler ist unser „ Lehrer „ Rainer
Rudolph. Seine Erfahrungen als Hockeyspieler in der Pfalz und als Übungsleiter
der Hauptschule „ Am Tonberg „ geben ihm die richtige Ruhe um auch mit
dieser Tennismannschaft den Sieg zu erringen.
Vergessen darf ich auch nicht unseren Tennisfreund Rainer Faber. Von Koblenz
kommend fasste er im Kannenbäckerland Fuß, erst auch als Fußballer und dann
als Tennisprofi.
Am eigenen Leibe habe ich als Fußballer erfahren müssen, wie schlitzohrig und
wendig Rainer Faber war und sicherlich noch ist.
Die zwei „ Grenzhäuser „ Wolfgang Gelhard und Gerhard Abbel darf ich nicht
unerwähnt lassen. Beide tun ihr bestes um den Mannschaftserfolg zu sichern,
wobei Wolfgang darüber nachdenkt, ob er dem Gemeinderat jetzt den Vorschlag
eines „ Dritten Tennisplatzes“ auf den Ratstisch legt. Ich würde
vorschlagen: “ Lieber einen dritten Tennisplatz, als ein Riesenwindrad
zwischen Boomisch und Heljert.
Einen krönenden Abschluss bildet in Euren Reihen ein beliebtes „ Bärenkind
„ mit Namen Norbert Seidel. Ein Sportler durch und durch aus Hillscheid. Er
kennt sich aus, ist offen auch für andere Sportarten und eine Bereicherung in
allen Unterhaltungen. Norbert hat Sachkenntnis, obwohl er aus dem „ Bärenland
„ stammt. Wir sind froh, dass er jetzt bei uns sportlich aktiv und beim SV 08
noch Funktionär ist. Ohne solche Leute geht es nicht.
Einen habe ich noch nicht erwähnt. Es ist der Sportkamerad Friedhelm Weber, den
ich leider noch nicht so gut kenne, obwohl ich die meisten Leute aus Hilgert
kenne, weil ich heute hier der einzige männliche Teilnehmer bin, der sich als
„Urheljerter“ bezeichnen darf, wobei der Tennisfreund Gerhard Abbel ein
sogenannter „ Halbheljerter- Grenzhäuser „ ist.
So nun meine lieben Tennisfreunde, habe ich aber genug geredet.
Ich wünsche Eurem Team weiterhin alles Gute und unserem Verein insgesamt
Erfolg.
In diesem Sinne lasst uns anstoßen auf den Gruppensieg und auf den Aufstieg.
Ich danke Euch im Namen des Gesamtvereins,
Euer 1. Vorsitzender Rolf Günther
Hilgert, den 08. Okt. 2005
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