Aus der Geschichte des TuS Hilgert
von Rolf Günther

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7. Die vielfältigen Tätigkeiten des Vereins oder als jeder dritte Hilgerter Mitglied im TUS war und das Glas Bier noch 40 Pfennige kostete!

Die regen Tätigkeiten des Vereins befassten sich nicht nur mit der Gewährleistung des Turn- und Sportbetriebes, sondern es war auch immer das Anliegen des TUS, das Zusammengehörigkeitsgefühl im Dorf zu stärken; die sozialen Bindungen zu pflegen. War ein aktiver Sportler verletzt oder aber auch ein passives Mitglied erkrankt, so war es für den Vorstand des TUS selbstverständlich zu helfen.
Das Bild (links) zeigt in der Mitte den damaligen 1. Vorsitzenden Rudolf Günther bei einem Krankenbesuch im Jahre 1960 bei dem Fußballer Gerhard Klein, (ab 1964 auch Kassenwart des Vereins) der sich im Spiel gegen Marienrachdorf einen Beinbruch zugezogen hatte. Links im Bild der Fußballfreund Gerdi Zöller.
In der Jahreshauptversammlung am 3. März 1963 wurde auf Anregung aus der Mitgliederschaft beschlossen
, dass für die Gefallenen und Vermissten des 2. Weltkrieges eine Ehrentafel in der Turnhalle und am Denkmal auf dem Friedhof angebracht werden sollte.Spontan erklärten sich einige Sportler bereit, bei den Mitgliedern eine Sammlung durchzuführen. Am Totensonntag 1963 wurden die Ehrentafeln eingesegnet und der Öffentlichkeit durch eine Gedenkveranstaltung vorgestellt.
Neben dem Abschlussturnen im Herbst und dem Kränzchen im Frühjahr eines jeden Jahres erfreute sich die Schnitzeljagd des Vereins einer großen Beliebtheit, wie schon in einer Folge kurz berichtet. Zusammen mit dem MGV "Sängerbund" Hilgert wurden dazu die Vorbereitungen getroffen. Die Zutaten für Suppe und die anderen Wohltaten wurden bei den örtlichen Geschäftsleuten bestellt. Abwechselnd kochten die Hilgerter - Metzgermeister, Fritz Klein, (Streckersch-Fritz) Kurt Weißflog (Metzgersch-Kurt) und Hermann Mennicken mit dem Vorstand die Suppe. Jedes Jahr stellte ein örtlicher Landwirt einen Wagen mit Traktor zur Verfügung, mit dem dann von der Turnhalle aus alle Sachen zum Lagerplatz gefahren wurden. Morgens trafen sich die Schnitzelstreuer an der Turnhalle und markierten den Weg zur Abkochstelle.

Bild (links) zeigt den Vorstand mit den Helfern im Jahre 1961 mit dem Fuhrwerksbesitzer Karl Somnitz bei der Abfahrt von der Turnhalle. Untere Reihe zweiter von links der damalige Geschäftsführer des TUS Willi E. Schmidt. Bild (rechts) zeigt den langjährigen Vorsitzenden der Wirtschaftskommission Erwin Radermacher - dritter von rechts - am Abkochplatz an der Landshube inmitten junger Helfer!

Am 22. März 1964 meldet die Westerwälder-Zeitung, dass jeder dritte Hilgerter Mitglied im TUS sei. Dies habe der Geschäftsführer bei der Jahreshauptversammlung bekannt gegeben. Erstmals seien über 300 Mitglieder im Verein. Gleichzeitig habe der Geschäftsführer an die Mitgliederschaft appelliert, dass eine Beitragserhöhung stattfinden müsse, da ansonsten das umfangreiche Turn- und Sportangebot nicht mehr finanziert werden könnte.
Die Wirtschaftskommission teilte mit, dass der Bierpreis pro Glas um 0,5 Pfennig angehoben werden müsse, weil die Brauerei den Einkaufspreis erhöht habe. An Kirmes solle das Glas Bier nun 40 Pfennig kosten.
In der nächsten Folge wird über den erstmals im Jahre 1965 ausgetragenen Fußballpokal der Kannenbäckerstadt Höhr-Grenzhausen (heute Kannenbäckerpokal) berichtet.
Die Folge trägt den Titel: "Als der SV 08 Hillscheid schon die Musik bestellt hatte!"

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Pokal der Kannenbäckerstadt Höhr-Grenzhausen im Jahre 1965 und als der SV 08 Hillscheid schon die Musik bestellt hatte ! -> 

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