Aus der Geschichte des TuS Hilgert
von Rolf Günther

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3. "Lebenslust" der 50er Jahre im TuS

Die letzte Folge behandelte die Jahre von 1950 bis 1960. Das Leben nach dem 2. Weltkriege hatte sich durch die Gründung der BRD wieder im Großen und Ganzen normalisiert. Fröhlichkeit und Lebenslust nach  dem "Jahnchen-Motto: "Frisch, fromm, fröhlich und frei" hatten wieder Einzug in das Vereinsleben gefunden. Die Gaststätte Turnhalle war zum Treff "aller Turner und Sportler" geworden, wie es damals hieß. So war es kein Wunder, dass in dieser Zeit folgende Ereignisse von überragender Bedeutung für das gesellschaftliche Leben des Vereins wurden. Hier wäre an erster Stelle die Gründung der Karnevalsgesellschaft "Heljerter Motzen" im Jahr 1952 zu  erwähnen. Auf Initiative der führenden Vorstandsmitglieder des TuS und des MGV "Sängerbund" Hilgert wurde die Karnevalsgemeinschaft zuerst als loser Zusammenschluss von beiden Vereinen ins Leben gerufen. Am 12.01.1954 beschloss der TuS-Vorstand, dass sich daraus ein eigener Verein gründen solle.
Die Karnevalsgemeinschaft "Heljerter Motzen" war bis zum Jahr 1969 ein selbstständiger Verein. Am 18.05.1969 stellt der Vorstand der "Motzen" den Antrag an den Vorstand des TuS, als Abteilung in den TuS aufgenommen zu werden. Diesem Antrag wurde vom TuS-Vorstand am 11.07.1969 stattgegeben. Bis zum Jahre 1992 gehörte die Karnevalsgemeinschaft zum TuS und ergänzte sich mit der Anfang der 60er Jahre gegründeten Abteilung "Turnerfrauen" hervorragend. An zweiter Stelle im gesellschaftlichen Leben - neben der Abhaltung der Kirmes - wäre die Wiederbelebung der Schnitzeljagd am 2. Ostertag und später an Pfingstmontag zu nennen. An diesem Tag war ganz Hilgert und Umgebung auf den Beinen. Man ging damals noch den Schnitzeln nach, die morgens von Vereinsmitgliedern gestreut worden waren. Die Erbsensuppe wurde abwechselnd von den Hilgerter Metzgermeistern mit dem Vorstand gekocht.

An dritter Stelle der gesellschaftlichen Ereignisse muss erwähnt werden, dass es Mitte der 50er Jahre eine  starke Turnerjugend gab, die unter der Leitung der von Alfred Radermacher, Udo Simonis und Uwe Clausen viele Fahrten, Zeltlager und Wanderungen organisierte.
Unvergessen sind die Zeltlager an Pfingsten in Heimborn am Zusammenfluss der Großen und Kleinen Nister oder die Fahrt nach Bludenz / Österreich.
In der nächsten Folgen wird u.a. über den Bau der Kegelbahn, die Bestellung des 1. Fußballtrainers und noch andere sportliche Aktivitäten berichtet. Dazu wieder Sportbilder vom Turnen und Fußball.

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Am Ende der 50er und am Anfang der 60er Jahre ->

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