Aus der Geschichte des TuS Hilgert  
von Rolf Günther

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2. Die Jahre des Vereins von der Gründung der BRD bis 1960

Am 10.01.1948 ­ es regierte immer noch die französische Besatzungsmacht in Montabaur ­ beschloss die Jahreshauptversammlung die Gründung einer Turnabteilung. Mit dem Dokument Nr. 16 der franz. Militärregierung vom 15.07.1948 wurden dem Antrag stattgegeben. Der Verein durfte eine "Geräteturnabteilung " gründen. Durch einen Beschluss des Vorstandes wurde die schon bestehende Leichtathletikabteilung der Turnabteilung zugeordnet. Die Fußballer des Vereins sollten an den Übungsstunden teilnehmen, ohne Zwang jedoch zum Geräteturnen. Im Jahre 1950 konnte der Verein schon 107 Übungsstunden im Turnen abhalten.
Auf der Jahreshauptversammlung am 14.01.1950 hatte der TUS 181 Mitglieder. Gleichfalls beschloss man auf dieser Versammlung die Gründung einer Tischtennisabteilung. Der damalige Vorstand bestand aus dem 1. und 2. Vorsitzenden, dem Schriftführer, dem Oberturnwart, dem Obersportwart und dem Jugendwart.

TuS beim Turnfest 1952 in NeuwiedWeiterhin hatte der Verein eine Wirtschafts- kommission mit Beisitzern, die sich speziell um den Wirtschaftsbetrieb der vereinseigenen Gaststätte zu kümmern hatten. Der Ältestenrat bestand aus den beiden ehemaligen Vorsitzenden des TV Hilgert und einem noch lebenden Gründungsmitglied. 

Neben dem turnerischen und sportlichen Leben wurde ab dem Jahre 1950 auch wieder das gesellschaftliche
Leben des Vereins gepflegt. So konnte am 28.1.50 der erste Preismaskenball nach dem Krieg abgehalten werden. Später wurden diese Preismaskenbälle zusammen mit dem Männergesangverein Hilgert in der Turnhalle abgehalten. Weitere Veranstaltungen waren das Turnerkränzchen um die Fastnachtszeit, die Schnitzeljagd am 2. Ostertag ­ später Pfingstmontag ­ und die Ausrichtung der Kirmes. In den Wintermonaten wurde Anfang der 50ziger Jahre auch noch Theater gespielt. Der Besuch des 1. Nachkriegsturnfest in Westerburg stand im Jahre 1950 ebenfalls auf dem Programm.
Weitere Turnfeste und Fußballturniere wurden besucht. Es herrschte wieder ein reges Vereinsleben.
Am 1. 5. 1951 wechselte der Vereinsökonom. Heinrich Kurz wurde von einer außerordentlichen JHV zum Vereinswirt gewählt worden. Bei der JHV am 26.1.52 kandidierte der 1. Vorsitzende der Nachkriegszeit, Josef Letschert, nicht mehr. Man wählte den bisherigen 2. Vorsitzenden und Leiter der Wirtschaftskommission, Rudolf Günther, zum 1. Vorsitzenden.

In der Zeit vom 11.bis 13.7.1953 richtete der TUS sein 60jähriges Stiftungsfest in Verbindung mit dem Bezirksturnfest aus. Im gleichen Jahr weihte man den neu gestalteten Jahnplatz ein.
Im Jahre 1955 wurde das Mitglied Heinz May zum neuen Ökonom von der JHV gewählt.
In all den Jahren herrschte ein reges Vereinsleben mit einem auf und ab in den einzelnen Turn- und Sportabteilungen. Am 24.01.1960 gründete man die Turnerjugend. Zum Schluss einer JHV sang man das alte Turnerlied: "Turner auf zum Streite!"


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