Aus der Geschichte des TuS Hilgert
von Rolf Günther

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12. Der TuS baut eine Kegelbahn im Jahre 1971

Schon Ende des Jahres 1969 hatten die Verantwortlichen des TuS-Vorstandes unter der Leitung des 1. Vorsitzenden Rudolf Günther und des Vorsitzenden der Wirtschaftskommission, Erwin Radermacher, den Bau einer Kegelbahn entlang der Turnhalle ins Auge gefasst. So wurden die Planungen vorangetrieben und am 24. April 1970 wurde auf einer Vorstandssitzung berichtet, dass die Baukosten auf ca. 45 - bis 50.000 DM geschätzt würden.
Die Finanzierung sei zur Zeit noch schwierig, jedoch auch möglich. Grundsätzlich war sich der Vorstand einig, dass durch den Bau der Kegelbahn ein weiteres sportliches Betätigungsfeld für den Freizeitsport geschaffen werde und auch der Umsatz in der vereinseigenen Gaststätte gesteigert werden könnte.

Einstimmig wurde daher folgender Beschluss gefasst: Die Wirtschaftskommission wird beauftragt, Verhandlungen für den Bau einer Kegelbahn zu führen. Falls die finanziellen und steuerlichen Möglichkeiten für den Bau gegeben sind, wird die Wirtschaftskommission weiter beauftragt, nach vorheriger Information des Vorstandes den Bau durchzuführen.
Damit war beschlossen, dass der Bau der Kegelbahn durchgeführt werden würde.
Schon bei der Vorstandssitzung 21. August 1970 berichtete die Wirtschaftskommission über den positiven Fortgang ihrer Bemühungen um den Bau der Kegelbahn. Vor allem die Brauerei Fohr aus Ransbach, mit der der alte "Turnverein" schon seit der Jahrhundertwende eng zusammen arbeitete, sei bereit, dem TuS einen Tilgungszuschuss zu günstigen Konditionen zu gewähren.

Nachdem die Vorbereitungen nun weit vorangetrieben worden waren und auch das zuständige Bauamt grünes Licht gegeben hatte, beschloss der Vorstand auf seiner Sitzung am 22. Januar 1971, dass mit dem Bau sobald wie möglich begonnen werden solle. Auf der Jahreshauptversammlung am 14. Februar 1971 wurde der Mitgliedschaft von dem bevorstehenden Baubeginn berichtet. Es wurde die Finanzierung erörtert und diskutiert. Der Vorschlag des Vorstandes wurde einstimmig gut geheißen.

Am 22. August 1971 berichtete die Wirtschaftskommission, dass durch den Bau der Kegelbahn und der Renovierung der Gaststätte Ausgaben in Höhe von 70 bis 75.000 DM entstehen würden. Alleine die vollautomatische Kegelbahnanlage koste 16.000 DM.
Da die Finanzierung des gesamten Bauvorhabens gesichert sei, könne die Anlage am Freitag, dem 3. Sept. 1971 eingeweiht werden. Interessierte Kegelclubs könnten sich schon nach der Hilgerter Kirmes vormerken lassen. So fand an diesem Freitag die Einweihung der Kegelbahnanlage mit gleichzeitiger Renovierung der Gaststätte statt.

Der TuS hatte für das gelungene Bauwerk insgesamt 88.000 DM aufbringen müssen, wie der aus beruflichen Gründen ausscheidende Geschäftsführer der Wirtschaftskommission, Günter Schwaderlapp, auf der Vorstandssitzung am 28. November 1971 berichtete.
Noch heute erfreut sich die Kegelbahn großer Beliebtheit. Sie blieb neben der Schießsportanlage erhalten, als die alte Turnhalle abgerissen und durch die Pfeifenbäckerhalle ersetzt wurde.

Die Serie schließt mit der nächsten Folge unter dem Titel: "Mythos Turnhalle - Ein Gang durch die Generationen!"

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Mythos Turnhalle - Ein Gang durch die Generationen ->

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